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Das Vernetzungsprojekt Buechsee-Buechberg wurde verlängert
Vor rund 20 Jahren wurde das Vernetzungsprojekt Buechsee-Buechberg ins Leben gerufen – mit einer klaren Mission: die natürliche Artenvielfalt auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche zu erhalten und gezielt zu fördern.
Dies geschieht mittels zielgerichteter Schaffung und Bewirtschaftung von sogenannten Biodiversitätsförderflächen (BFF). Dazu gehören unter anderem extensive Wiesen und Weiden, Hochstamm-Obstgärten, artenreiche Hecken sowie vielfältige Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen. Diese Massnahmen orientieren sich an den Bedürfnissen ausgewählter, besonders förderungswürdiger Tierarten. Im Projekt Buechsee-Buechberg sollen unter anderem der Laubfrosch, die Zauneidechse und der Gartenrotschwanz gefördert werden.
Die beteiligten Landwirtinnen und Landwirte erhalten für ihren Einsatz zusätzliche Direktzahlungen, die sogenannten Vernetzungsbeiträge. Für den Erhalt der regulären Direktzahlungen müssen Betriebe mindestens 7 % ihrer landwirtschaftlichen Nutzfläche als BFF ausweisen und entsprechend bewirtschaften. Um die Artenvielfalt wirksam zu stärken, sind jedoch deutlich höhere Anteile nötig. Deshalb verlangen Vernetzungsprojekte mindestens 12 % BFF.
Ende 2024 lag der Anteil der Biodiversitätsförderflächen im Vernetzungsprojekt Buechsee-Buechberg sogar bei beeindruckenden 26 % – und übertraf damit die Zielvorgaben bei weitem.
Mit dem Jahresende 2024 ging die dritte Projektperiode des Vernetzungsprojekts Buechsee-Buechberg zu Ende. Der heutige Projektperimeter umfasst einen grossen Teil der Gemeinden Thal und Rheineck.
In den kommenden Jahren sollen die bestehenden Vernetzungs- und Landschaftsqualitätsprojekte zusammengeführt und in neue «Projekte für regionale Biodiversität und Landschaftsqualität» überführt werden. Um einen reibungslosen Übergang bis zur Einführung dieser neuen Projektform sicherzustellen, hat die Trägerschaft beim Kanton eine Verlängerung beantragt – und inzwischen bewilligt bekommen.
Mit der Fortsetzung des Projekts sollen die erzielten Erfolge gesichert und die Förderung von Biodiversität und nachhaltiger Landwirtschaft weiter gestärkt werden.
Wir freuen uns sehr über die Weiterführung des Vernetzungsprojekts und danken allen beteiligten Betrieben herzlich für ihr wertvolles Engagement zugunsten der Natur!